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TICKER RECHTESEXTREME STRAFTATEN IN MAGDEBURG

Dieser Ticker dokumentiert eine Auswahl von Straftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund, auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Magdeburg. Die Angaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Quellen und erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

21.08.2010, Julius-Bremer-Straße

Unbekannte verunglimpfen das Mahnmal für die durch Nazis zerstörte ehemalige jüdische Synagoge, indem sie Abfall aus einem nahegelegenen Container an der Gedenkstele anbringen und darum herum verteilen.

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20.08.2010, Albert-Vater-Straße

Unbekannte dringen auf das Gelände eines Gebrauchtwagenhandels ein und beschädigen 50 Fahrzeuge, indem sie u.a. die Scheiben einschlagen und den Lack zerkratzen. Auf drei Fahrzeugen werden eingeritzte Hakenkreuze gefunden.

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18.08.2010, Stadtgebiet Magdeburg

Anlässlich des 23. Jahrestags des Suizids des Hitler-Stellvertreters und Kriegsverbrechers Rudolf Heß, kommt es in Magdeburg zu zahlreichen Schmierereien mit rechtsextremistischen Inhalten und Nazi-Symbolen. Die Polizei meldet zunächst sieben Orte, vermutlich liegt die tatsächliche Anzahl höher. Bereits einige Tage zuvor "bekennen" sich die "JN" auf ihrer Homepage zur Anbringung von Plakaten und Aufklebern mit rassistischen Inhalten. Diese wurden u.a. an öffentlichen Einrichtungen, wie Haltestellenhäuschen der MVB angebracht. Die Schmierereien im Zusammenhang mit Heß werden als Straftaten verfolgt, da das Innenministerium jegliche Betätigung im Zusammenhang mit dem "Gedenktag" verboten hatte. Die Polizei meldet ähnliche Delikte aus ganz Sachsen-Anhalt.

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31.07.2010, Heidestraße

Unbekannte beschmieren das Fenster der Gaststätte "Heidestube" mit einem großen Hakenkreuz. Der Wirt beziffert den Sachschaden auf etwa 500 Euro.

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26.07.2010, Landgericht Magdeburg

Die Magdeburger Neonazis Matthias Gärtner und Michael Grunzel werden in einer Berufungsverhandlung vor dem Landgericht zu Geldstrafen verurteilt. Grund waren verächtlich machende Äußerungen in der mittlerweile eingestellten NPD-Postille "Magdeburger Stadtspiegel". Darin hatte das Duo Gärtner/Grunzel wiederholt u.a. gegen Stadträte gehetzt und im konkreten Fall über die Initiative "Gesicht zeigen gegen Nazis!" am leerstehenden Haus der Lehrer im Breiten Weg hergezogen.

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23.05.2010, Breiter Weg

Neonazis aus dem Umfeld der NPD-Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten" (JN) reihen sich am Pfingstsonntag in einen Festumzug ein, der Teil des Programms des Magdeburger Stadtfestes ist. In aller Öffentlichkeit präsentieren die Neonazis ein Transparent mit dem Motto "Kehrt Marsch - Kein Bundeswehreinsatz in Afghanistan" und verteilen Propagandamaterial. Die Neonazi-Aktivisten werden von der Leitung des Festumzuges aufgefordert, ihre nicht genehmigte Teilnahme zu unterlassen. Daraufhin kommt es zu einer verbalen Auseinandersetzung, in deren Verlauf einem Mitglied der IG Innenstadt, die das Stadtfest durchführt, vom sachsen-anhaltischen Landesvorsitzenden der JN, Andy Knape, körperliche Gewalt Fall angedroht wird.

(Anm. d. R.: Geändert am 09.06.2010 aufgrund neuer Erkenntnisse zum Verlauf.)

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21.05.2010, Grundschule Kritzmannstraße

Unbekannte Täter dringen in die Räume der Grundschule in der Kritzmannstraße ein, richten dort erheblichen Sachschaden an und beschmieren die Wände u.a. mit einem Hakenkreuz und SS-Runen.

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08.05.2010, Nordpark

Bislang Unbekannte errichten gegenüber dem Ehrenmal für gefallene sowjetische Soldaten im Magdeburger Nordpark 16 Holzkreuze und befestigen daran Papierstreifen mit der Aufschrift "8. Mai - befreit?". Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Dazu passt die Meldung über einen weiteren Vorfall am 8. Mai, allerdings in Merseburg: Erstmals wird in Sachsen-Anhalt eine rechtsextreme Kundgebung nach dem Ende 2009 in Kraft getretenen Landesversammlungsgesetz verboten. Die von der NPD unter dem Motto "8. Mai - kein Tag der Befreiung" angemeldete Veranstaltung wird mit Verweis auf das zum Schutz besonders sensibler Orte und Gedenktage gedachte Gesetz verboten.

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03.05.2010, Haltestelle Planckstraße

Eine Gruppe von sechs Rechtsradikalen randaliert an der Haltestelle Planckstraße. Unter anderem schlagen sie mit einem Baseball-Schläger die Scheiben des Haltestellen-Häuschens ein. Dabei wird mehrfach der "Hitlergruß" gezeigt. Mehrere Einsatzkräfte der Polizei nehmen die Täter vorläufig fest.

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03.04.2010, Tram Linie 10, Hasselbachplatz

Zwei 17 und 19 Jahre alte Magdeburger werden in einer Straßenbahn von drei Tätern (25, 31, 33 Jahre alt) aufgrund ihrer dunklen Hautfarbe massiv rassistisch beleidigt und von dem 31-jährigen geschlagen. Fahrgäste benachrichtigen die Polizei, die die Täter stellen kann. Es wird wegen Körperverletzung und Volksverhetzung, Beleidigung und Widerstands gegen Polizeibeamte ermittelt.

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26.03.2010, Haltestellen Alter Markt/Damaschekeplatz

Ein 19-jähriger Magdeburger mit Migrationshintergrund wird an der Straßenbahnhaltestelle Alter Markt von vier männlichen Jugendlichen beleidigt. Anschließend steigt er in eine Straßenbahn und fährt zum Damaschkeplatz. Die Täter folgen ihm in der Bahn, wo sie auf zwei weitere Freunde treffen. Gemeinsam beleidigen sie das Opfer erneut rassistisch. An der Haltestelle Damaschkeplatz steigt das Opfer aus und versucht in einen Bus umzusteigen. Die Täter versuchen den jungen Mann daran zu hindern und schlagen ihn mit der Faust ins Gesicht.

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24.02.2010, Tram Richtung Westerhüsen

Ein 43-jähriger Magdeburger mit dunkler Hautfarbe wird gegen 21:30 Uhr in der Bahn unvermindert von einem 44-jährigen Deutschen angepöbelt und tätlich angegriffen. Drei in der Nähe sitzende, 18 und 19 Jahre alte Gastschülerinnen aus der Slowakei mischen sich ein und stellen sich trotz des Risikos zwischen die beiden Männer. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Angreifer eingeleitet und sich bei den drei mutigen Jugendlichen für ihr mutiges Einschreiten bedankt.

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21.02.2010, Bus 93, Tram 94, Neustädter Platz

Ein 24-jähriger angolanischer Herkunft begibt sich am frühen Morgen in Begleitung einer Zeugin vom Hasselbachplatz auf den Heimweg und nutzt dabei Bus und Bahn. Bereits in den Verkehrsmitteln kommt es zur Auseinandersetzung mit dem späteren, unbekannten Täter. Dieser folgt dem jungen Mann bis zur Wohnung in der Nähe des Neustädter Platzes. Dort angekommen, attackiert er den Ausländer mit einer Stange (vermutlich aus Eisen). Das Opfer erleidet eine Platzwunde am Kopf und muss im Krankenhaus ambulant behandelt werden. Die Polizei geht von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus und sucht nach dem Täter. Update 02.03.10: Die Polizei hat eine Belohnung von 1.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen.

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13.02.2010, Alt Salbke

Mehrere Neonazis greifen vor dem Libertären Zentrum in Magdeburg-Fermersleben eine Gruppe Menschen an und schlagen auf diese ein. Dabei werden auch am Boden liegende Personen getreten und zum Teil am Kopf getroffen. Als nach kurzer Zeit mehrere Personen aus dem Libertären Zentrum zu Hilfe kommen, flüchten die rechtsradikalen Schläger mit Fahrzeugen.

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10.02.2010, Förderstedter Straße

Die Polizei wird zunächst wegen zu lauter Musik in die Wohnung einer 23-jährigen gerufen. Dort angekommen, öffnet ein 30-jähriger Mann die Tür, zeigt den "Hitlergruß" und beleidigt und beschimpft die Beamten. Als er die Polizisten angreifen will, wenden diese körperliche Gewalt an. Der Neonazi und ein Polizist werden dabei leicht verletzt. Die Feier wird durch die Polizei beendet.

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05.02.2010, Ernst-Wille-Sekundarschule, Frankefelde 32

Unbekannte besudeln das Schild "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage" der Ernst-Wille-Sekundarschule sowie die darunter angebrachte Gedenktafel für den 1944 im Konzentrationslager Neuengamme ermordeten SPD-Politiker und Widerstandskämpfer in Magdeburg-Ottersleben mit brauner Farbe.

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29.01.2010, Haltestelle Arndtstraße

Ein 40-jähriger Mann aus Mali wird von einem 36-jährigen Deutschen beim Aussteigen aus der Straßenbahn mit ausländerfeindlichen Parolen beleidigt und zur Seite gedrückt.

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28.11.2009, Haltestelle Willy-Brandt-Platz

Ein 19-jähriger, aus dem Kosovo stammender junger Mann sowie sein 17-jähriger Begleiter werden unvermittelt von zwei plötzlich auftauchenden, ihnen unbekannten Männern mit ausländerfeindlichen Sprüchen beleidigt und angegriffen. Als die Opfer sich der Lage entziehen wollen, werden sie daran von den Angreifern gehindert. Der 19-jährige wird mit einem Springmesser bedroht, der 17-jährige erhält zwei Faustschläge ins Gesicht. Die eintreffende Polizei kann vor Ort einen 36-jährigen Tatverdächtigen aus Burg festnehmen, der zweite Angreifer ist weiter flüchtig und wird von der Polizei gesucht.

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21.11.2009, Karl-Schmidt-Straße

Ein 21-jähriger aus Schönebeck wird vor einer Disco zunächst in eine verbale Auseinandersetzung mit einer 6 bis 10-köpfigen Gruppe Rechtsextremer verwickelt. Anschließend wird der junge Mann aus dieser Gruppe heraus massiv angegriffen, geschlagen und getreten, auch, als bereits auf dem Boden liegt. Dabei zieht er sich unter anderem eine Platzwunde im Augenbereich zu. Die Angreifer können flüchten.

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11.11.2009, Neue Neustadt

Ein 17-jähriger Nigerianer wird gegen 19.30 Uhr im Bereich Ritterstraße/Abendstraße von zwei unbekannten Tätern angegriffen, verletzt und beraubt. Zunächst wir das jugendliche Opfer angehalten und von den Tätern beleidigt. Anschließend wird er von einem der Männer festgehalten und von dem anderen mit einem Messer an der Schulter verletzt. Die Polizei schließt ein ausländerfeindliches Motiv nicht aus.

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10.10.2009, Neu-Olvenstedt

Die Polizei stellt in der Wohnung eines 31-jährigen in Neu-Olvenstedt eine größere Menge rechtsextremistischer Musik sicher. Die Sammlung hatte nationalsozialistischen und volksverhetzenden Inhalt. Der Mann muss sich nun wegen Volksverhetzung und dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten. Es handelt sich um einen Zufallsfund, da die Polizei wegen nächtlicher Ruhestörung zu der Wohnung gerufen wurde.

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07.10.2009, Ernst-Wille-Schule

Drei Neonazis, einer davon ein ehemaliger Schüler der Ernst-Wille-Schule, verteilen gegen Mittag auf dem Schulhof das "Comic" "Hühner gegen Enten", der NPD-Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten" (JN). Die herbeigerufene Polizei konnte noch vier der Comichefte sicherstellen und die Verteiler der Hefte ermitteln. Es handelt sich dabei um Mitglieder der JN. Es ist davon auszugehen, dass die Aktion der JN mit der Projektwoche der Schule zusammenhängt, die sich mit verschiedenen Projekten Themen wie Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus widmet und u.a. die interkulturellen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler stärken soll. Die Schule bewirbt sich um den Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Der JN-"Comic" wird aktuell bundesweit von den JN verteilt. Nach Informationen von "Endstation Rechts" wird derzeit eine Indizierung geprüft, da das Heft eine unterschwellig rassistisch-nationalistischen Ideologie verbreite, die fatal an die antisemitische Propaganda des Nationalsozialismus erinnere.

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19.09.2009, Willy-Brandt-Platz

Ein 31-jähriger Nigerianer in Begleitung seiner beiden Kleinkinder, wird von zwei 21 und 22 Jahre alten Deutschen "Fußballfans" am Samstag um 19.10 Uhr zunächst im Haltestellenbereich der MVB mit rassistischen Beschimpfungen traktiert und anschließend in der Straßenbahn geschlagen und getreten. Dabei wird er leicht verletzt. Die Polizei kann die beiden polizeibekannten Täter in Gewahrsam nehmen.

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28.08.2009, Straßenbahn Linie 5

Ein 23-jähriger wird in der Straßenbahn am Hasselbachplatz von einem 23-jährigen und einem 30-jährigen mit den Worten "Hey Zecken, Eure Eltern sind Geschwister" beleidigt und ins Gesicht geschlagen. An der nächsten Haltestelle verlassen die Angreifer die Bahn und werden von der Polizei gestellt. Diese stellt bei einem der beiden Tätowierungen mit verfassungsfeindlichem Inhalt fest.

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28.08.2009, Hermann-Hesse-Straße

Ein 14-jähriger, dessen Vater aus Afrika stammt, wird am späten Abend von einem 16-jährigen mit den Worten "Scheiß Neger" beleidigt und mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Dabei erleidet er Verletzungen an der Unterlippe. Das Opfer kann sich zur Wehr setzen und verletzt den Angreifer ebenfalls.

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15.08.2009, Städtisches Klinikum (Neu Olvenstedt)

Im Wartebereich der Notaufnahme greift ein 25-jähriger Deutscher einen 41-jährigen Magdeburger portugisischer Herkunft körperlich und verbal an. Nachdem das Opfer den Schlägen des Angreifers ausweichen kann, beleidigt dieser den jungen Mann massiv mit fremdenfeindlichen Sprüchen. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen Beleidigung, versuchter Körperverletzung und des Verdachts der Volksverhetzung.

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29.06.2009, Bahnhofsbereich

Ein 24-jähriger Rechtsextremist beschimpft und beleidigt zwei 40 und 48 Jahre alte Männer von der Elfenbeinküste mit fremdenfeindlichen Parolen. Der Täter, gegen den bereits ein Haftbefehl vorliegt, wird von der Polizei festgenommen.

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01.05.2009, Erzbergerstraße

Ein Schwarzafrikaner wird in der Erzbergerstraße von zwei jungen Männern aus Magdeburg angepöbelt und mit "Heil Hitler"-Rufen und dem "Hitlergruß" bedacht. Ein junger Magdeburger Student mischt sich ein und fordert die beiden zum Aufhören auf. Als die beiden weitermachen ruft der Student die Polizei, die wenig später eintrifft. Der couragierte Zeuge verfolgt die flüchtenden Angreifer und wird dabei von diesen umgestoßen und leicht verletzt. Die Polizei wird Zeuge dieses tätlichen Angriffs und nimmt die beiden Angreifer vorläufig in Gewahrsam.

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04.04.2009, Hasselbachplatz

Eine Polizeistreife verwarnt am Hasselbachplatz eine größere Gruppe wegen des Genusses alkoholischer Getränke. Bei der Personalienfeststellung beschimpft eine 18-jährige die Polizisten und zeigt den Hitlergruß.

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28.03.2009, Hallische Straße/Bahnhofstraße, Straßenbahn Linie 92

Zwei Männer aus dem Jerichower Land werden gegen 3.30 Uhr von einer Gruppe von ca. 15 Personen, die offensichtlich der rechten Szene zuzuordnen ist, "nach ihrer politischen Gesinnung" gefragt. Anschließend werden sie von den ca. zehn Männern aus der rechtsextremen Gruppe brutal geschlagen und getreten. Die Opfer erleiden dabei Verletzungen im Gesicht. Anschließend gelingt ihnen die Flucht zum Hauptbahnhof wo sie von der Bundespolizei versorgt werden. Die rechte Gruppierung randaliert später in der Tram Linie 92 und wird darauf hin von der Polizei gestellt. Die Ermittlungen laufen.

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24.03.2009, Straßenbahn Linie 91

Ein 19-jähriger aus dem Kosovo stammender Magdeburger wird gegen 23 Uhr in der Straßenbahn der Linie 91 zwischen Haltestelle Eisvogelstrße und Sternbogen von vier jungen Männern angegriffen, geschlagen und getreten. Als er sich in den hinteren Teil der Bhan flüchtet, wird er mit einer Bierflasche beworfen. Danach schlagen die vier ca. 20 bis 25 Jahre alten Männer erneut auf den Migranten ein und erkommen anschließend unerkannt an der Haltestelle Sternbogen.

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21.03.2009, Sudenburg

Rechtsextreme besprühen im Stadtteil Sudenburg in mindestens fünf Straßen mehrere Hauswände mit rechtsradikalen Symbolen und Parolen, die teils verfassungsfeindlichen Inhalt haben.

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27.02.2009, Straßenbahnhaltestelle Alter Markt

Zwei Mädchen russischer Herkunft (11 und 14 Jahre) sowie eine weitere 13-jährige ausländische Mitbürgerin werden an der Straßenbahn Haltestelle Alter Markt unvermittelt von drei etwas älteren deutschen Mädchen mit fremdenfeindlichen Sprüchen bepöbelt und provoziert. Die Elfjährige wird zu Boden gestoßen, der Vierzehnjährigen werden von dem Trio Haare ausgerissen und Kratzwunden zugefügt. Die Täterinnen entkommen unerkannt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Volksverhetzung, Beleidigung und gefährlichen Körperverletzung.

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29.11.2008, Julius-Bremer-Straße

Zwei Männer schänden das Mahnmal für die durch die Nazis zerstörte Magdeburger Synagoge in der Julius-Bremer-Straße. Einer der beiden verrichtet seine "Notdurft" und uriniert an die Rückseite des Mahnmals, vor dem noch deutlich sichtbar die Kränze von der Gedenkveranstaltung am 9. November liegen. Einer der beiden ist ein 19-jähiger der Polizei bekannter Mann aus dem Bördekreis, der zweite stammt aus Magdeburg. Die Kripo konnte die Täter dank eines Zeugenhinweises stellen und ermittelt.

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29.11.2008, Haltestelle August-Bebel-Damm

Ein 25-jähriger Mann aus Sierra Leone wird von zwei Unbekannten angegriffen. Ihm wird eine Flüssigkeit ins Gesicht gesprüht, anschließend wird er ausgeraubt. Das Opfer wird mit einer Augenreizung, Einblutungen und Schwellungen ins Krankenhaus eingeliefert.

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29.09.2008, Ernst-Reuter-Allee

Ein 14-jähriger Deutscher türkischer Abstammung wird gegen 18:45 Uhr von vier deutschen Mädchen auf Höhe der Strombrücke darauf angesprochen, "ob er etwas gegen Deutsche habe". Ohne eine Reaktion abzuwarten, wird ihm anschließend von den Deutschen eine glühende Zigarette am Hals ausgedrückt. Darauf hin versucht der Junge sich in Sicherheit zu bringen, was ihm nicht gelingt, da die Mädchen ihm folgen. Auf Höhe des "Allee-Centers" wird er eingeholt und aufgefordert, seine Turnschuhe auszuziehen. Nachdem das Opfer durch laute Hilferufe die Aufmerksamkeit von Passanten auf sich ziehen kann, lassen die Mädchen von ihm ab und ziehen sich unerkannt zurück.

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21.09.2008, Breiter Weg

Eine Gruppe von fünf Personen wird gegen 1 Uhr von acht bis zehn Personen überfallen, die augenscheinlich der rechten Hooliganszene zuzuordnen sind. Nachdem die Opfer zunächst verbal attackiert werden ("Den Zecken hauen wir eine drauf"), werden sie kurz darauf auch körperlich so schwer angegriffen, dass sie Platzwunden und Hämatome erleiden. Die unbekannten Täter können entkommen.

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17.08.2008, Diskothek "Funpark" (Stadtteil Reform)

Der Magdeburger Neonazi Bastian O. schlägt und tritt solange auf den Kunststudenten Rick L. ein, bis dieser an seinem eigenen Blut erstickt. 

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16.08.2008, Stadtteil Reform

Drei Jugendliche werden in der Nacht zum Samstag von zwei Neonazis bedroht und dazu gezwungen, ihre Kleidung zu verbrennen. Zunächst weigert sich eines der Opfer der Aufforderung nachzukommen, sein T-Shirt auszuziehen und zu verbrennen. Darauf hin wird es von einem der Täter mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Anschließend werden auch seine Begleiter dazu gezwungen, Jacke und Pullover zu verbrennen. Danach entfernen sich die rechtsextremen Täter unter "Sieg Heil!"-Rufen.

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03.08.2008, Sieverstorstraße

Mit einem Großaufgebot von ca. 100 Beamten löst die Polizei in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Treffen von ebenfalls 100 Rechtsextremen im Magdeburger Stadtteil Alte Neustadt auf. Dabei gehen die Nazis mit massiver Gewalt gegen die Polizei vor. Unter anderem wird ein Feuerlöscher von einem Dach auf einen Beamten geworfen, der diesen nur knapp verfehlt. Hintergrund der Aktion: In einem alten Werksgebäude hat der Verein "Sport- und Freizeitreff e.V.", der der Magdeburger Kameradschaftsszene zururechnen ist, sein neues Domizil eingerichtet. Die Stadt hat schnell reagiert und ein Nutzungsverbot für die Räumlichkeiten ausgesprochen, die mittlerweile amtlich versiegelt sind.

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06.07.2008, Stadtgebiet Magdeburg

Zwei Fünfjährige mit dunkler Hautfarbe werden in Magdeburg von einer jungen Frau mit einer Bierflasche beworfen. Als die Kinder bei ihren Eltern Schutz suchen, werden sie von mehreren Jugendlichen mit ausländerfeindlichen Sprüchen beschimpft. Die Angreifer flüchten, bevor die Polizei eintrifft. Die Familien stammen aus afrikanischen Ländern und leben laut Polizei seit vielen Jahren in Magdeburg, wo auch beide Kinder geboren sind. [MDR.de]

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03.07.2008, Straßenbahn der Linie 3

Einer 35-jährigen Bosnierin, die mit ihren vier Kindern unterwegs ist, wird in der Straßenbahn ein Sitzplatz angeboten. Daraufhin wird sie von einer 36-jährigen Deutschen mit ausländerfeindlichen Äußerungen beschimpft und schließlich geschlagen und getreten. Als Mitfahrende einschreiten, verlässt die Angreiferin die Bahn.

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29.06.2008, Hasselbachplatz

Erneut kommt es nach dem "public viewing" in der Innenstadt zu Ausschreitungen. Wie schon wenige Tage zuvor, ziehen mehrere hundert (die Polizei spricht von 500) "Fans" in Richtung Hasselbachplatz und "besetzen" diesen. Dort liefern sie sich eine Straßenschlacht mit den ca. 300 eingesetzten Beamten und setzen Container in Brand. Sechs Polizisten werden verletzt. Zeugen berichten erneut von "Sieg Heil"-Rufen.

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29.06.2008, Olvenstedter Platz

Ein 41-jähriger Deutscher türkischer Herkunft wird gegen sechs Uhr von drei Deutschen massiv beleidigt und mit Hetzparolen attackiert. Das Opfer, das für eine Umzugsfirma arbeitet, ist zu diesem Zeitpunkt gerade bei der Arbeit. Der 41-jährige lässt sich nicht provozieren, ruft aber die Polizei. Die Deutschen entfernen sich zunächst kurzzeitig, kehren aber bald darauf zurück und werfen mit Hausmüll gefüllte Plastiksäcke in die Räume, in denen der zuvor Beleidigte gerade tätig ist. Vor dem Eintreffen der Polizei verschwinden die Deutschen Täter.

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29.06.2008, Helmholtzstraße

Während der Übertragung des EM-Endspiels kommt es in einer Gartenkneipe in der Helmholtzstraße zu einem Zwischenfall. Zu den Klängen der der deutschen Nationalhymne erhebt sich ein 37-jähriger Deutscher Gast und zeigt den Hitlergruß. Die alarmierte Polizei spricht gegen den Deutschen einen Platzverweis aus, dem sich der stark Alkoholisierte jedoch widersetzt. Er wird daraufhin in Verhinderungsgewahrsam genommen.

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25.06.2008, Hasselbachplatz

Nach dem EM-Halbfinalspiel Deutschland - Türkei, kommt es in der Innenstadt zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Gewaltbereite, teils rechtsgerichtete "Fußballfans" ziehen nach dem "public viewing" vom Alten Markt zu Hasselbachplatz. Dort legen sie den Kreisverkehr lahm, klettern auf einen Linienbuss (2.000 Euro Sachschaden) und werfen Glasflaschen auf die überforderte Polizei. Zeugen berichten von "Sieg Heil!"-Rufen und Hitlergrüßen.

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17.06.2008, Ebendorfer Chaussee

Zwei aus der Türkei stammende Magdeburger werden von zwei Deutschen mit ausländerfeindlichen Sprüchen beleidigt und zur Herausgabe ihres Handys aufgefordert. Als dieser Aufforderung nicht nachgekommen wird, werden die Opfer gewaltsam beraubt. Die Täter können unerkannt flüchten.

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12.06.2008, Neustädter See

Unbekannte erklimmen den hölzernen Glockenturm der Ev. Hoffnungskirche im Magdeburger Stadtteil Neustädter See und versuchen ein dort befestigtes Transparent anzünden. Das Banner trägt die Aufschrift "Nächstenliebe verlangt Klarheit - Evangelische Kirche gegen Rechtsextremismus" und macht auf das gleichnamige Aktionsjahr der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland aufmerksam. Wenige Tage zuvor hatte in der Kirche eine Veranstaltung gegen Rechtsextremismus stattgefunden.

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19.05.2008, Buslinie 52

Fünf Männer beschmieren Fenster eines Busses der Linie 52 und spielen mit einen Handy laut Musik mit rechtsgerichtetem Inhalt ab. Mitfahrende Passagiere alarmieren die Polizei, der es gelingt, die fünf Männer vorläufig festzunehmen. Es laufen Ermittlungen wegen Volksverhetzung und Sachbeschädigung.

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02.02.2008, Straßenbahn

Unfassbar, aber wahr: Zwei der gleichen Täter wie tags zuvor, greifen in einer Straßenbahn erneut einen 32-jährigen Nigerianer und seine Familie an, werfen eine Bierflasche nach dem Mann. Das couragierte Eingreifen mehrerer Fahrgäste verhindert eine Eskalation. Erneut werden die Täter von der Polizei in Gewahrsam genommen- hoffentlich für eine längere Zeit!

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01.02.2008, Straßenbahn

In einer Straßenbahn werden zwei Männer türkischer Herkunft von vier Deutschen Gewalttätern beleidigt und geschlagen. Die herbeigerufene Polizei nimmt von den Opfern eine Täterbeschreibung auf und kann die vier Verdächtigen wenig später fassen. Die Geschädigten sind anschließend nicht mehr auffindbar.

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19.01.2008, Wolfenbütteler Straße

Ein 18-jähriger Mann aus Guinea-Bissau wird von drei Männern angesprochen und unvermittelt auf die Brust geschlagen. Die Täter sind unbekannt.

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06.01.2008, Haltestelle Kastanienstraße/Lübecker Straße

Es kommt zu einer größeren Auseinandersetzung zwischen circa 20 Migranten afrikanischer Abstammung und 10 Deutschen, von denen laut Polizei mindestens vier eindeutig der rechten Szene zuzuordnen sind. Nach Polizeiangaben beleidigen und provozieren vier Deutsche zunächst einen von der Elfenbeinküste stammenden Afrikaner an der Haltestelle Kastanienstraße. Dieser flüchtet sich in das Schnellrestaurant "Kristall", wobei er von den Deutschen verfolgt wird. Anschließend sucht das Opfer Schutz in einem nahen Internetcafé, wo im seine Landsleute zu Hilfe eilen. [Nach Angaben vom 22.02.2008 ist dies der Tathergang nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen.]

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30.12.2007, Wiedersdorfer Straße

Ein 46-jähriger Peruaner zeigt bei der Polizei an, beim Verlassen seines Gartengrundstückes von seinem deutschen Gartennachbarn mit ausländerfeindlichen Sprüchen wie "Scheiß Ausländer!" und "Ausländer raus!" beleidigt worden zu sein. Nach Angaben des Peruaners ist es bereits wiederholt zu solchen Äußerungen seitens des 67-Jährigen gekommen.

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30.12.2007, Moritzstraße

Eine Gruppe Jugendlicher grölt in der Moritzstraße rechte Parolen. Zeugen informieren die Polizei, die die Identität von vier Personen im Alter zwischen 16 und 35 Jahren feststellt. Es werden Ermittlungen wegen des Verwendes von Kennzeichen verfassungswidriger Origanisationen eingeleitet.

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27.12.2007, Hasselbachplatz

In einer Gastronomie am Hasselbachplatz gerät eine Gruppe linker Jugendlicher mit einer Gruppe Neonazis in Streit. Die herbeigerufene Polizei setzt beide Gruppierungen an die frische Luft. Hier ruft die Gruppe Neonazis via Telefon Verstärkung herbei. Nachdem weitere Personen zur Gruppe der Rechten stoßen, schlagen sich einzelne Mitglieder beider Gruppierungen miteinander, wobei die tätlichen Attacken nach dem Ermittlungsstand der Polizei von der Gruppe der Rechten ausgehen. Ein Polizist und ein junger Magdeburger werden verletzt, die Neonazis werden vorübergehend in Gewahrsam genommen und erkennungsdienstlich behandelt.

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16.12.2007, Gaststätte in der Lutherstraße

Die Polizei nimmt vier Männer fest, die in einer Kneipe rassistische Parolen und Lieder grölen. Außerdem zetteln sie eine Schlägerei an, bei der ein Gast verletzt wird. Die eintreffende Polizei wird mit "Heil Hitler"-Rufen begrüßt. Nach den üblichen polizeilichen Maßnahmen werden die Männer wieder laufen gelassen. Die Kripo ermittelt jetzt wegen Verdacht des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, gefährlicher Körperverletzung sowie Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

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04.12.2007, Pettenkofer Straße

Ein 33-jähriger, der mit seiner Frau in Streit geraten ist, lässt seinen Frust an der ausländischen Nachbarin aus. Die durch die Ehefrau des Mannes alarmierte Polizei trifft auf den Deutschen, der mit den Fäusten an die Wohnungstür einer Nigerianerin hämmert und dabei fremdenfeindliche Parolen ruft. Die Polizei erstattet Anzeige von Amts wegen und nimmt den Täter in Gewahrsam.

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02.12.2007, Hasselbachplatz

Drei Männer und eine Frau aus dem Niger werden von drei Deutschen provoziert, dann geschlagen und mit fremdenfeindlichen Parolen beschimpft. Dabei schließen sich immer mehr Deutsche den Angreifern an, mehrere Dutzend Magdeburger schauen zu. Bis zu zwölf Angreifer stehen zunächst zwei Polizisten gegenüber, greifen auch diese an- einer davon wird verletzt. Außerdem wird ein Punker zusammengeschlagen, der den Afrikanern zu Hilfe eilt.

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01.12.2007, Bus Linie 96, zwischen Arndtstraße und Südring

Eine Gruppe von Irakern wird in einem Bus von mehreren Deutschen attackiert und beleidigt. Eine schwangere Frau muss mit Unterleibsschmerzen ins Krankenhaus gebracht werden. Die 20-Jährige wird zunächst von einem Deutschen ins Gesicht geschlagen und von einem weiteren gegen ihren Kinderwagen gestoßen. An einer Haltestelle fliehen die beiden Angreifer, die mit einem weiteren Mann und zwei Frauen unterwegs waren. Zwei Tatverdächtige werden vorübergehend festgenommen. Die Polizei sucht noch Zeugen.

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25.11.2007, Tram Linie 94, Damaschkeplatz

Ein Mann beleidigt ein schwarzafrikanisches Paar in der Bahn zwischen Alter Markt und Damaschkeplatz mit fremdenfeindlichen Sprüchen. Niemand greift ein. Am Damaschkeplatz steigen das Paar und der Täter aus. Der betrunkene Mann schlägt dem Afrikaner ins Gesicht. Eine junge Frau bittet den Straßenbahnfahrer die Polizei zu informieren, was dieser ablehnt.

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14.11.2007, Oskar-Linke-Schule, Stadtfeld

Unbekannte besprühen die Oskar-Linke-Schule mit rechten Parolen und Sigrunen, zerstören einen Mahnplatz gegen Rechtsextremismus und bringen NPD-Aufkleber an. Kurz zuvor beschäftigt sich der Magdeburger Neonazi Matthias Gärtner in einem Internetartikel intensiv mit den Aktionen der Linke-Schule gegen Rechts. Die Polizei lobt eine Belohung für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen.

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9.11.2007, Buckau

Zwei Mädchen im Alter von 15 und 16 Jahren rufen in einem Jugendclub, in dem sie bereits Hausverbot haben, "Heil Hitler!" und "Sieg Heil!", singen Lieder mit rechtsextremen Texten. Als sie hinausgeworfen werden sollen, schlägt die 15-jährige einem Mitarbeiter ins Gesicht, die Ältere wirft mit einer Bierflasche nach ihm. Beide werden nach polizeilichen Maßnahmen ihren Eltern übergeben.

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2.11.2007, Neue Neustadt

Drei junge Männer im Alter von 16, 18 und 21 Jahren schlagen in der Mittagstraße einen Dunkelhäutigen zusammen. Die Polizei ermittelt wegen gemeinschaftlich begangener schwerer Körperverletzung. Das Opfer, das laut Polizei Verletzungen davon getragen haben muss, ist unbekannt.

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27.10.2007, Moritzplatz, Neustadt

Ein Schwarzafrikaner, der den Platz passiert, wird plötzlich von zwei Männern angegriffen und in eine Schlägerei verwickelt. Zwei Magdeburger beobachten die Szene und greifen ein, retten den Afrikaner und verfolgen die Täter, die kurz darauf verhaftet werden. Die beiden Magdeburger wurden später von der Polizei für ihre Courage ausgezeichnet.

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16.9.2007, Haltestellenbereich der MVB

Bei einem fremdenfeindlichen Übergriff wird ein 41-jähriger Ivorer beleidigt und verletzt.

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11.9.2007

Ein Nigerianer und ein Liberianer werden Opfer eines rechtsextremistischen Überfalls.

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25.8.2007, Haltestellenbereich der MVB

Ein Rechtsextremist verletzt einen 36-jährigen Iraker mit einem Baseballschläger und hetzt seinen Kampfhund auf das Opfer.

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Februar 2006, Haltestellenbereich der MVB

Der Magdeburger Neonazi Bastian O. beschimpft einen Mann aus dem Togo mit den Worten "Neger, was willst Du hier in Deutschland?", greift den Mann an und hetzt seinen Kampfhund auf ihn. (Am 17.08.2008 wird eben jener Bastian O. den Studenten Rick L. aus seiner rechtsextremen Gesinnung heraus töten.)

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08.02.1997, Straßenbahnhaltestelle "Krankenhaus Olvenstedt"

Der 17 Jahre junge Punk Frank Böttcher wird nach einer ambulanten Behandlung im "Walther-Friedrich-Krankenhaus" an der Straßenbahnhaltestelle von vermutlich mehreren Rechtsextremen angegriffen und zu Boden geschlagen. Anschließend wird mit einem Messer siebenmal auf den jungen Mann eingestochen. Frank Böttcher stirbt infolge der schweren Stich- und Trittverletzungen. Der später einzige verurteilte Täter Marcus J. gibt vor Gericht an, sich vom Aussehen des Punks "provoziert" gefühlt zu haben.

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09.05.1992, Gaststätte "Elbterassen" (Stadtteil Cracau)

Ca. 50-60 Neonazis überfallen eine Geburtstagsfeier von etwa 30 Hippies und Punks, die in der Gaststätte "Elbterassen" stattfindet. Die Angreifer prügeln mit Stahlrohren und Baseballschlägern auf die Anwesenden ein, rufen während des Angriffs mehrfach "Sieg Heil!" und "Heil Hitler!". Acht Punks werden verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Der Magdeburger Punk Thorsten Lamprecht erleidet einen offenen Schädelbasisbruch und stirbt zwei Tage nach dem Angriff im Krankenhaus.

 
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